Montag, 16. September 2024

Grau am Meer



Ich mache gerade Urlaub an der Nordsee, wobei Autoren ja eigentlich nie so richtig Urlaub machen. Ich zum Beispiel verarbeite hier die Reaktionen auf das "Das Land der alten Nacht" (vielen Dank für eure Rückmeldungen bisher, sie tun sehr gut ❤️), ich plane das nächste Buch (es spielt in Sumpfloch und wird abenteuerlich-lustig-romantisch-magisch und weniger dunkel als das letzte), ich schreibe ein bisschen an der neuen Rabenschwärze-Version, ich studiere die Welt um mich herum, ich durchlebe Wunder, ich rede in Gedanken mit allen möglichen Entitäten (keine Ahnung, was das Wort bedeutet, es ist mir nur gerade eingefallen, und irgendwie passt es) und versuche, meinen Verstand zu sieben, damit etwas übrig bleibt, das sich echt anfühlt und das ich in Buchstaben fassen kann. Anderen Autoren geht es sicherlich ähnlich. Man ist nie einfach nur da - man steht immer mit einem Bein in einer oder mehreren Geschichten. In meinem Fall ist es ein ganzes Geschichten-Universum, das mich beschäftigt und von dem ich hoffe, dass es die Realität auf eine ermutigende Weise widerspiegelt. Apropos ermutigend: Ich habe von Audible ein Angebot für den Sumpfloch-Mythos erhalten - es sieht also gut aus für die Hörbücher. Wenn es nach mir geht, werden sie natürlich von Anne Düe gelesen. Ich gebe Bescheid, wenn ich mehr weiß.

PS: Da ich darauf angesprochen wurde: Ja, momentan färbe ich meine Haare nicht mehr. Ich habe keine Ahnung, ob ich das durchziehe und ob es so bleibt, aber seit elf Monaten experimentiere ich mit der Version von mir, die zehn Jahre älter aussieht als vorher. Das ist interessant. Es lehrt einen viel über das, was man von sich selbst erwartet und was man zugleich glaubt, an Erwartungen erfüllen zu müssen. Eine ältere Dame zu sein (im besten Fall) gefällt mir nicht immer, aber manchmal gefällt es mir auch enorm gut. Trotzdem: Als ein Mensch, der seine Haarfarbe jahrzehntelang ein- bis zweimal jährlich gewechselt hat, bin ich wahrscheinlich auf Dauer zu gelangweilt, um meinem echten Alter treu zu sein. Wir werden sehen …


Mittwoch, 11. September 2024

In der alten Nacht

 


Mit meinen besten Wünschen für euch 💖- das neue Buch ist da!


Sagenumwoben ist das Land der alten Nacht, das die Wagemutigen belohnt, doch einer Hölle gleicht. Während Gerald auf einem Pfad aus Traum und Tod um sein Leben ringt, gerät das Gefüge der Welten ins Wanken und im Spiegel der Zeiten erblühen Hoffnungen, Gefahren und neue Wege …


Band 2 der neuen Sumpfloch-Staffel "Der Sumpfloch-Mythos"


PS: Das Taschenbuch erscheint im Oktober, Hörbücher folgen eventuell - ich halte euch auf dem Laufenden.



Das Land der alten Nacht


Donnerstag, 11. Juli 2024

Stoffhasenphilosophie

 


Ich war vier Tage in den Bergen und danach so motiviert, dass die Rohfassung von „Das Land der alten Nacht“ heute fertig geworden ist. Ich schätze, jetzt dauert es noch ein bis zwei Monate, bis ihr das Buch lesen könnt, aber die Handlung steht und sie gefällt mir 😊. Der zweite Band wird länger sein als der erste und diesmal bleibt euch ein fieser Cliffhanger erspart. Natürlich geht die Geschichte danach noch weiter. Ja, ich würde sagen, sie fängt gerade erst an …

 

Wer will, kann hier einen kleinen Ausschnitt unter der Überschrift "Stoffhasenphilosophie" lesen:

 

„Mein Herz will zurück“, sagte Rackiné zu Anna. „Manchmal unbändig, manchmal kann ich darüber lachen. Es ist, als hätte ich mich selbst in Amuylett vergessen. Ich stelle mir dann vor, wie dort irgendwo ein austrischer Luxusstoffhase herumliegt, tot und leblos, während meine Seele hier in Lettimur herumstreift.“

„Das ist schade“.

„Es ist bescheuert.“

„Ist es nicht“, meinte Anna. „Ich wünschte, ich könnte eine Tür finden, die dich nach Hause bringt. Damit du dich vollständig fühlst.“

„Das schafft keine Tür. Im Gegenteil, Türen machen alles schlimmer.“

„Wieso?“

„Weil eine Tür eine Grenze zwischen zwei Orten ist“, erklärte Rackiné. „Sonst wäre sie keine Tür. Aber wenn es zwei Orte gibt, gibt es ein ‚hier‘ und ein ‚dort‘. Du kannst nicht an beiden Orten gleichzeitig sein, also fehlt immer was.“

„Es sei denn“, wandte Anna ein, „du sitzt auf der Türschwelle.“

„Das wäre ja wohl die blödeste Lösung. Auf der Türschwelle bist du weder hier noch da.“

„Ich bin ein Erdenkind, das Türen und Tore erschaffen kann. Wenn du recht hättest, müsste ich mich nutzlos fühlen.“

„Ohne Türen kein Heimweh“, sagte Rackiné. „Andererseits: Wenn du an einem Ort ohne Türen sitzt, fühlst du dich auf Dauer eingesperrt. Du sehnst eine Tür herbei, durch die du rennen kannst, um Abenteuer zu erleben. Doch sobald du die Tür durchquert hast, ist alles anders als vorher. Nicht schlechter, aber anders. Und du beginnst, der Vergangenheit hinterherzutrauern. Du sehnst dich nach dem, was war. Dein Wesen besteht aus Vor-der-Tür und Hinter-der-Tür. Du wirst nie mehr eins sein. Aber anders geht’s nicht. Das nennt man Leben.“

„Ganz schön philosophische Gedanken für einen ehemaligen Stoffhasen. Mit einem leichten Hang zur Melodramatik.“

„Ist meine Spezialität. Früher war ich selbstmitleidig, jetzt leide ich würdevoll und mit Klasse.“

 







Dienstag, 25. Juni 2024

Das letzte Fünftel

Danke, dass ihr euch danach erkundigt: Ja, es geht voran mit „Das Land der alten Nacht“ 😊. Ich schreibe gerade am letzten Fünftel und ich hoffe, dass das Buch schon Ende August herauskommt. Aber versprechen kann ich es nicht, denn solche letzten Fünftel machen es mir gerne schwer 😄.



Montag, 8. April 2024

Die Ufer fürs Regal

 


Das Taschenbuch ist da 💫 - und momentan bestellt ihr es am besten bei Thalia (oder dem Buchhändler eures Vertrauens), da bekommt ihr es versandkostenfrei. Ich denke, auch Amazon wird sich wieder einen Stapel auf Lager legen, aber bis es so weit ist, kassiert ein Zwischenhändler hohe Portokosten.


Und da wir gerade über Geld sprechen: Bitte wundert euch nicht, dass „Die Ufer der bunten Zeit“ 12,90 EUR kostet, obwohl „Dunkelherzen und Sternenstaub“ mit einer ähnlichen Anzahl von Seiten für 9,90 EUR zu haben ist. Das günstigere Buch erschien vor fünf Jahren. Mittlerweile sind die Kosten für Papier, Produktion und Vertrieb viel höher - und bei mir bleibt nicht mehr hängen als bei dem älteren Buch.


Am meisten verdiene ich tatsächlich am E-Book. Ihr zahlt 3,99 EUR für das E-Book, ich bekomme von Amazon 2,56 EUR davon. Für Autoren wie mich ist das eine sehr faire Tantiemen-Regelung. Natürlich freue ich mich ganz genauso über jeden Taschenbuchkauf, ganz unabhängig von Amazon . Hier zahlt ihr 12,90 EUR - und ich erhalte von BoD 1,66 EUR. Wer mein Buch über die Flatrate Kindle Unlimited liest, unterstützt mich mit 98 Cent pro Buch bzw. auch mal mit 1,50 EUR pro Buch, falls von Amazon ein Bonus ausbezahlt wird. 


Egal, wofür ihr euch entscheidet - meine Bezahlung übersteigt meistens die eines Verlagsautors und ich kann immer noch gut davon leben. Wenn das so bleibt, bin ich mehr als dankbar 💛💖💛. Und jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Lesen!







Sonntag, 17. März 2024

Wahr und magisch geht es weiter

 


Es ist da ✨! Ich freue mich sehr und ihr freut euch hoffentlich auch 😊🦋❤️.


Die Ufer der bunten Zeit (Der Sumpfloch-Mythos 1)


Darum geht’s:


Abenteuer, Freundschaft, Liebe und Geheimnisse in einer magischen Welt – die Saga geht weiter und wird zum Mythos!


Mehr als eine halbe Million Mal hat sich die Sumpfloch-Saga verkauft, nach dem neunten Band war sie abgeschlossen. Doch das Leben geht weiter und das Rätsel um die wahre Magie ist längst noch nicht gelöst. Eine Zeit, die sich wandelt, braucht Helden, Supergespenster und böse Crudas. Etwas Großes, das die Welten bewegt, beginnt …


Das E-Book ist erschienen, das Taschenbuch 📚 kommt voraussichtlich im April heraus. Ob es ein Hörbuch geben wird, weiß bisher nur die heilige gigantische Universumskröte - ich halte euch auf dem Laufenden 😊.


Viel Spaß beim Lesen ❤️!

Dienstag, 12. März 2024

War das eine gute Idee?

 


Es ist fast so weit – wenn alles klappt, erscheint der neue Sumpfloch-Band noch in dieser Woche. Ich bin gerade am Meer, an der holländischen Nordsee, und allmählich kann ich das Meer und die Spaziergänge auch genießen. Die ersten zehn Tage war ich noch sehr vertieft in die letzten Arbeiten am neuen Buch und währenddessen haben mich Tag und Nacht Fragen wie diese beschäftigt: „War das eine gute Idee? Ist das der richtige Weg? Ist es denn klug, ins Sumpfloch-Universum zurückzukehren?“ Hinter den Fragen steckt viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Es geht darum, wer ich als Autor sein will, wer ich als Mensch sein will und wie ich mein restliches Leben verbringen will. Will ich makellos glänzen? Oder will ich ein unvollkommener Mensch sein, der das Leben erforscht? 


Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich eine Menge ausprobieren und viele Fehler machen muss, wenn ich nicht erstarren möchte. Zu lernen und zu wachsen, hat das Leben schon immer spannend für mich gemacht. Aber das klappt nicht ohne verlorene Schlachten, Blamagen, Abstürze und Enttäuschungen. Sollte sich also die Rückkehr ins Sumpfloch-Universum als Fehler erweisen, wäre es trotzdem die richtige Entscheidung gewesen, ihn zu machen. Denn nur so finde ich mehr über das Schreiben, das Leben und das Sein heraus.


Nachdem ich also vor drei Tagen zu diesem Schluss gekommen bin, geht es mir besser. Ich bin im Reinen mit meiner Unsicherheit, denn sie ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Abgesehen davon: Ich wusste schon 2019, nach dem Ende des letzten Bandes, dass Hanns die wahre Magie erforschen muss und dass er das nicht ohne mich tun kann. Vielleicht haben wir uns zu viel vorgenommen, er und ich. Dass die Aufgabe zu groß sein könnte, war immer meine heimliche Angst. Aber wir mussten es jetzt versuchen. Als ich vorgestern Abend das Buch hochgeladen hatte, war ich sehr, sehr erleichtert. Der erste Schritt ist getan und wo auch immer er mich hinführen wird, er wird mich klüger machen. Und euch auch. Alles Liebe an alle meine Amuylett-Freunde und vielen Dank 💖!