Mittwoch, 6. Juli 2022

Sumpflochsommer

 


Zurzeit nur 99 Cent – die ersten beiden Bände der Sumpfloch-Saga für kurze Zeit als Sommer-Deal!

„Gibt es eigentlich berühmte Leute, die in Sumpfloch zur Schule gegangen sind?“, fragte Maria.
„Klar“, sagte Scarlett. „Berühmte Giftmischer, Piraten, Schmuggler, Sklaventreiber und Diktatoren. Es ist eine Schule für zukünftige Verbrecher.“
„Jetzt übertreibst du aber“, widersprach Berry. „Natürlich gab es schwarze Schafe, aber die meisten Schüler wurden später ganz normale Leute.“
„Und weiße Schafe?“, fragte Maria. „Also berühmte weiße Schafe? Gibt es die auch?“
„Du meinst angesehene Doktoren, Zauberer, Politiker oder Dichter, die in Sumpfloch zur Schule gegangen sind?“, fragte Scarlett.
„Ja, genau die meine ich!“, rief Maria.
„Nein“, sagte Scarlett knapp. „So was gibt’s nicht.“

Feenlicht und Krötenzauber: 


Dunkelherzen und Sternenstaub:

Samstag, 4. Juni 2022

Es glüht

Es ist da! Und noch bevor ich es angekündigt habe, habt ihr es auf Platz 9 der Amazon-Top-100 und auf Platz 1 der Fantasy-Charts gebracht – tausend Dank dafür 💛, ich habe mich so gefreut! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.



Mittwoch, 1. Juni 2022

Nah an Amberling



In den letzten drei Wochen war ich in der wunderschönen Natur von Devon und Sussex im Urlaub und habe, wann immer ich dazu gekommen bin, fleißig an der Fertigstellung von Aschenkindel 4 gearbeitet. Entsprechend könnt ihr auf einem Foto sehen, wie ich mich samt Macbook in den Sessel im Cottage knautsche, um die letzten Korrekturen einzufügen. Wenn die Technik mitspielt, erscheint das Ebook noch diese Woche bei Amazon.

Südengland war wieder einmal wunderbar amuylettisch und auch Amberling schien ganz nah zu sein. Die Straßen sind sagenhaft idyllisch und eng (nichts für meine schwachen Nerven) und jeder traumhaft schöne Wanderweg führt garantiert über eine Weide mit prächtigen Rindern (was mit zwei Hunden immer etwas heikel ist), aber wenn man von diesen kleinen Einschränkungen für Angsthasen wie mich absieht, ist der Süden Englands das reinste Paradies. Ich hoffe, es ist ein bisschen von der englischen Naturmagie in den letzten Aschenkindelband geflossen und findet seinen Weg zu euch.

PS: Taschenbuch und Hörbuch erscheinen ein paar Monate später beim Drachenmond-Verlag und bei Audible. Die genauen Termine stehen noch nicht fest.




Dienstag, 22. März 2022

Schattige Tage in Sommergold

Ursprünglich wollte ich euch im Frühjahr den nächsten Zaubermacherband präsentieren, aber der zweite Band sträubt sich aus verschiedenen Gründen anhaltend stur dagegen, geschrieben zu werden. Mal sehen, ob und wann ich das geregelt bekomme, aber fürs Erste habe ich Band 2 auf Eis gelegt und widme mich stattdessen dem vierten Aschenkindelband, der – großzügig geplant – spätestens Mitte Juli 2022 als E-Book erscheinen soll. Ich hoffe, dass die Rohfassung noch in diesem Monat fertig wird. Die Geschichte gedeiht jedenfalls prächtig, dramatisch und lebensfroh, taucht schattige Tage in Sommergold und erfreut mein Herz gewaltig 😊 (eures dann hoffentlich auch bald).


Ach ja – hier seht ihr das Cover und der vierte Band wird „Märchenglut“ heißen 💛.






Sonntag, 13. Februar 2022

In Küssen ertrinken

 

Von Jean Paul soll das Zitat stammen: „Zehn Küsse werden schneller vergessen als ein Kuss.“ Mal abgesehen davon, dass ich diese Weisheit im Hinblick auf die Anzahl meiner Posts in den letzten drei Monaten ermutigend finde, beschreiben die wenigen Worte sehr gut das Dilemma unserer Zeit. In übertragenem Sinne ertrinken wir in Küssen, weil inzwischen jeder dank Internet seine Stimme erheben und seinen Gefühlen Ausdruck verleihen kann, was gut ist, doch leider gehen die wirklich wichtigen oder auch einzigartig schönen Botschaften im allgemeinen Lärm unter.


Wir werden heutzutage geradewegs totgeküsst, mal zärtlich, mal unterhaltsam, mal penetrant und bisweilen auch übergriffig. Mich lässt das mehr und mehr in Schweigen verfallen, sozusagen als Revolte gegen den Krach, aus dem ich kaum noch Melodien heraushören kann, die mir auf Dauer im Kopf hängen bleiben, mich nachhaltig inspirieren und auf diese Weise mein Leben verändern.


Manchmal kann man die Schönheit eines Dings, eines Werks oder eines Lebewesens nur erfassen, wenn man es auf einem einsamen Platz auf einen Sockel stellt und es das Einzige ist, was den Sinnen Nahrung bietet. Einer solchen Rarität auf einem Sockel widmen wir großzügig Geduld, Zeit und Aufmerksamkeit. Wir nehmen Schwierigkeiten in Kauf, um ihre tiefer liegenden Geheimnisse zu enthüllen.


Ganz anders geht es in der Hektik unserer Tage zu, in den zerstückelten Minuten und gehetzten Sekunden, in denen wir unsere Aufmerksamkeit virtuell schweifen lassen. Ertrinkend in einem Meer aus Eindrücken reagieren wir nur noch auf die schnellen Reize, die markigen Headlines, die spektakulären Bilder, die aggressivsten Schlagworte, den buntesten Spaß, der schnell erschlossen und genauso schnell wieder vergessen ist.


Wir leben im Überfluss, einem mühsam erkämpften und auf ungerechte Weise verteidigten Reichtum, von dem wir dachten, dass er uns glücklicher machen würde. Mittlerweile sieht man den weiten Platz vor lauter Menschen nicht mehr, wir alle stellen uns auf Sockel, von der Sehnsucht getrieben, auf diese eine besondere Weise betrachtet zu werden, die uns Erfüllung bringt, uns leuchten und sagen lässt: Ich lebe und jede Sekunde meines Lebens ist ein Wunder.


Die Wahrheit unserer modernen Zeit ist aber, dass all die unzähligen Stimmen und Küsse dem schnellen Vergessen preisgegeben sind, falls sie überhaupt bemerkt werden. Jeder will Aufmerksamkeit und Liebe, also macht jeder Lärm, manchmal ohne Sinn und Verstand. Dabei glaube ich, dass man nur in dem Maße Aufmerksamkeit empfangen kann, wie man sie auch selbst einsetzt, um sich die Welt zu erschließen. Ganz banal: Wer nichts und niemanden liebt, kann auch mit entgegengebrachter Liebe nichts anfangen, so sehr er sich auch wünscht, sie zu bekommen.


Das Gleiche gilt für die Wunder, die wir uns vom Lärm an virtuellen und echten Orten erhoffen. Wunder brauchen Stille, Ruhe, Demut, Zeit und Arbeit. Jedes unscheinbare Blättchen auf einer Wiese ist ein Wunder, wenn man es mit Hingabe beobachtet und erforscht. Eine solche Hingabe macht das Blättchen und den Betrachter glücklich. Was jedoch gerade passiert, ist nach meinem Empfinden Folgendes: Die Menschheit trampelt laut schreiend über alle Blättchen und Wiesen dieser Welt hinweg. Abgesehen davon, dass die Folgen desaströs sind, frage ich mich: Wozu?


Mein Bedürfnis nach einer Stille, in der ein Kuss noch etwas Besonderes ist und nachwirkt, ist momentan riesengroß. Daher poste ich nur noch selten etwas und bin auch, was das Schreiben von Büchern angeht, von einer Langsamkeit ergriffen worden, die mir manchmal Sorgen macht, von der ich aber glaube, dass sie mich in die richtige Richtung trägt. Zuhören, sich vertiefen, wahrnehmen, schweigen – all das befähigt einen Menschen erst, Wunder zu erleben, statt ihnen bloß nachzujagen.


Meine Ergüsse für heute schließe ich mit einem weiteren Jean Paul-Zitat (falls es wirklich von ihm stammt – ich fand es auf der Spendenbescheinigung einer Tierschutzorganisation): „Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.“ Dies soll kein Aufruf sein, die unberührte Natur zu zerfurchen, sondern die Hoffnung schüren, dass wir modernen, schuldbeladenen, hilflosen, entfremdeten und liebenswerten Drama-Queen-Heuschrecken-Wohlstandsmenschen eine neue Richtung einschlagen können. Eine, die uns wirklich glücklicher macht. Also falls ihr euch fragt, wo ich die ganze Zeit stecke: Ich bin unterwegs und meine Spur besteht aus Buchstaben …


#stille




Mittwoch, 3. November 2021

Eine kleine Neuigkeit

 

Ich habe eine kleine Neuigkeit für euch (und alles andere, was es sonst zu erzählen gibt, erfahrt ihr demnächst in einem sehr langen Post): Ganz aktuell ist der sechste Sammelband der Sumpfloch-Saga erschienen. Der komplette neunte Band ist laut Amazon 1080 Seiten lang und natürlich kennen die meisten von euch den Inhalt schon. Aber ich wollte es doch wenigstens erwähnt haben und vor allem das hübsche Cover posten <3. Wie alle Sammelbände ab Band 3 wird er nur digital erscheinen, weil er als Taschenbuch alle Maße sprengt (leider). Natürlich könnt ihr den Sammelband auch wieder per KU ausleihen.


PS: Da ich gerade öfter gefragt werde: Die Printausgabe von Aschenkindel 3 wird aufgrund von Vertriebsschwierigkeiten bedauerlicherweise erst Mitte November erscheinen, aber der Drachenmond-Verlag hat mir angekündigt, dass die Exemplare zum Signieren bald bei mir eintreffen werden, es wird also nicht mehr allzu lange dauern. Vielen Dank für eure Geduld! Das Hörbuch zu Aschenkindel 3 ist ebenfalls in Arbeit und kommt laut Audible im Januar 2022 heraus.

Mittwoch, 25. August 2021

So weit, so gut - zehn Jahre Halo

 

Happy Birthday, Halo Summer! Heute vor zehn Jahren habe ich „Feenlicht und Krötenzauber“ veröffentlicht, ein Buch, das zuvor sieben Jahre in der Schublade geschlummert hatte. Es war mehr ein Experiment und so entstand der Name „Halo Summer“ aus einer nächtlichen Sommerlaune heraus. Mittlerweile wurde das Schubladenbuch zu einem Grundstein für eine Welt, die meine Wirklichkeit verändert hat, und die Autorin mit dem Namen, der übersetzt so viel heißt wie „Lichthof um Mond und Sonne Sommer“ wurde zur besseren Hälfte meiner selbst.


Wenn ich heute zurückblicke auf zehn Jahre Halo Summer, sehe ich vor allem das bunte, märchenhafte Werk der „Sumpfloch-Saga“ vor mir und dazu all die Wunder, die mir innerhalb der Geschichte und außerhalb mit meinen Lesern widerfahren sind. Ich bin mit dieser Geschichte gewachsen, habe ungeahnte Tiefen und Schönheiten bereist und bin nach ihrem Ende ein bisschen verblüht vor lauter Abschiedskummer. Die Versuchung ist groß, noch einmal auf eine Tasse Tee mit Maria in die Spiegelwelt zurückzukehren, doch ich denke, ich sollte ihr widerstehen, denn das Leben geht weiter.


Zum Glück finden sich auch abseits der Sumpfloch-Saga ein paar Schmuckstücke in der Halo-Summer-Landschaft. „Froschröschen“ zum Beispiel liebe ich so sehr, dass ich es nicht wagen würde, eine Fortsetzung zu schreiben, und „Aschenkindel 3“, das vor einigen Tagen erschienen ist, hat mir beim Schreiben so viel Spaß gemacht wie schon lange kein Buch mehr.  Als Autorin bin und bleibe ich auf der Suche, halte meine Nase in den Wind und fühle mich wie Claerie in einer unendlich großen Geisterzeitpassage: Es gibt so viele Ahnungen, Ausgänge und Geschichten und es fällt mir immer wieder schwer, mich zu entscheiden.



Zu Halos Geschichte möchte ich allerdings auch noch sagen, dass selbst zehn märchenhafte Jahre nicht einfach nur schöne Jahre gewesen sind. Sie waren wie eine gute Geschichte geprägt von vielen Aufs und Abs, dunklen und strahlenden Tagen, Irrtümern und Erkenntnissen. Ich bin in den ersten Jahren in eine regelrechte Schreibsucht hineingeschlittert, ich weiß noch, wie ich bei „Flüsterland und Zauberzeit“ nachts am Schreibtisch saß, mich nur noch von Getränken ernährt habe und nichts anderes mehr wahrgenommen habe als meine Arbeit.

Damals konnte ich Übermenschliches leisten, doch diese Unverhältnismäßigkeit mündete 2017 in einen Bandscheibenvorfall und ich hatte ein Jahr lang schlimme Schmerzen, die mich gelehrt haben, Abstand zu nehmen. Ich habe aus meinem Schmerzensjahr sehr viel mitgenommen, genauso wie aus den hell leuchtenden Glücksmomenten, zum Beispiel auf der Buchmesse 2016, als ich zum ersten Mal meinen Lesern begegnet bin, Bücher signiert habe und den Kindle Storyteller-Preis mit nach Hause nehmen durfte.


Geschichten hören eigentlich nie auf, wenn sie gute Geschichten sind. Für mich geht die Sumpfloch-Saga in meinem Hinterkopf immer noch weiter (auch wenn ich nicht weiß, ob aus diesem Gefühl noch einmal geschriebene Zeilen entstehen), genauso wie die Aufs und Abs von Halo Summer weitergehen werden. Am heutigen Tag halte ich nur kurz inne, um mich glücklich zu preisen, ergriffen zu staunen und mich demütig zu verneigen. Liebe Leser, liebes Universum – vielen Dank für zehn Jahre Glück!



PS: Ich habe „Feenlicht und Krötenzauber“ übrigens genau heute vor zehn Jahren hochgeladen, auch wenn Amazon behauptet, es sei der 24.8. gewesen, weil sie die Bücher gern einen Tag zurückdatieren. Ich hatte damals das große, sehnsüchtige Ziel, dass wenigstens ein paar Menschen mein Buch herunterladen, lesen und Spaß daran haben würden.

Die ersten Wochen nach dem Hochladen war ich eher traurig, weil nichts passiert ist. Aber aus null Lesern wurden zwei und im übernächsten Monat waren es fünfzig und im Jahr darauf feierte ich die Tausend-Leser-Schwelle. Bis heute haben über hunderttausend Menschen das ehemalige Schubladenbuch „Feenlicht und Krötenzauber“ als E-Book, Ausleihe, Hörbuch oder Taschenbuch in ihr Leben geholt.


Wenn ich darüber nachdenke, erscheint mir das immer noch absolut unglaublich. Doch es ist der beste Beweis dafür, dass Wunder tatsächlich passieren können. (Dabei ist mir bewusst, dass das Buch absolut nicht perfekt war. Die eigentliche Geschichte der Sumpfloch-Saga hat sich erst nach diesem Buch so richtig entwickelt. Sie wurde mit jedem Jahr origineller, interessanter, klüger und leidenschaftlicher. Aber wie sagt man so schön: Wir alle fangen klein an :-D.)