Samstag, 6. Juli 2013

Schnipsel aus Band 5



Anbei ein paar Schnipsel aus Band 5 – den Rest gibt es im August!


„Maria schaute aus dem Fenster und Gerald beobachtete ihr Staunen. Dabei wunderte er sich einmal mehr darüber, wie seltsam doch sein Leben verlaufen war. Eine Kindheit in zwei Welten hatte ihn innerlich in zwei Teile geteilt und er wusste, sein Leben konnte nie ganz werden. Er würde immer hin- und herspringen zwischen zwei Wirklichkeiten und zwei Familien. Doch solange er das konnte, solange ihm niemand eine der beiden Welten wegnahm, war er damit glücklich.“

„Die Soldaten auf der Straße gaben jetzt Warnschüsse ab und forderten Haul auf, sich zu ergeben. Gleichzeitig umstellten sie das Haus. Haul warf einen kurzen Blick durch das Geländer in die Tiefe, um die Anzahl seiner Feinde abzuschätzen. Es waren viele. Aber es waren nicht genug, um ein Super-Gespenst an der Flucht zu hindern. Das hoffte er zumindest. Kurzentschlossen trat er die Balkontür ein, warf Trischa über seine Schulter und sprang ins Innere des Hauses.“

„Ritter Gangwolf war ein großer Mann, doch Grohann war größer. Er warf einen unangenehm dunklen, von fremdartiger Magie aufgeladenen Schatten in den sonnigen Trophäensaal und Ritter Gangwolf merkte, dass er von diesem Schatten nicht berührt werden wollte.“

„Ein Wolke Staub entlud sich und Scarlett setzte einen drauf, indem sie den Staub zu einem kleinen Staubmonster versammelte, das böse buhend durch die Gänge von Sumpfloch tobte, bis es irgendwann wieder in seine Bestandteile zerfallen würde. Zufälligerweise begegnete das Staubmonster Hanns, der gerade vom Haupthaus Richtung Küche gehen wollte, da er das offizielle Frühstück hatte ausfallen lassen.“

„Es war anstrengend, in Torcks Gedanken zu schwimmen. Es war nervenaufreibend. Thuna spürte seine Kraft und seinen wütenden Wunsch, tiefer zu graben. Tiefer und immer tiefer. Ihr dämmerte allmählich, wonach er grub. Eingesperrt in die Bilderwelt, die die Feen vor langer Zeit für ihn ersonnen hatten, grub er nun nach der Wirklichkeit. Er suchte die Wahrheit. Er wollte nicht länger betrogen werden.“

„Es marterte Maria. Und dabei wusste sie nicht einmal, was sie täte, wenn ihr jemand einen Zauber anbieten würde, der all diese Gefühle verschwinden ließe und ihre Erfahrungen rückgängig machen würde. Das war nämlich das Fatale daran: dass es sich anfühlte, als sei diese Liebe Marias Bestimmung, ihr wahres Wesen, ihre Erlösung, ihr Schicksal oder ihr ganz persönliches Drama, ohne das die Welt grau und farblos werden würde.“

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